Aktualisiert am 19.8.2026 · 7 Min. Lesezeit
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Warum Coolcation 2026 wächst
Die Nachfrage nach Sommerreisen in Europa ist 2026 erneut gestiegen – getragen vor allem von Griechenland, Spanien und Italien. Parallel dazu verschiebt sich ein Teil der Nachfrage nach Norden: Wer im Juli und August nicht 35 bis 40 Grad aushalten will, bucht bewusst kühlere Ziele.
Island gehört dabei zu den auffälligsten Gewinnern und taucht in aktuellen Buchungsdaten unter den am stärksten wachsenden Zielen Europas auf. Der Trend ist damit keine Nische mehr, sondern eine eigene Content- und Angebotssäule neben dem klassischen Mittelmeerurlaub.
Island: das Gesicht des Trends
Island ist das Sinnbild der Coolcation: Im Sommer liegen die Temperaturen meist zwischen 10 und 16 Grad, dafür ist es fast rund um die Uhr hell. Die Ringstraße lässt sich in 8 bis 12 Tagen mit dem Mietwagen fahren, kürzere Reisen konzentrieren sich auf Reykjavík, den Golden Circle und die Südküste.
Wichtig für die Kalkulation: Island ist teuer. Unterkunft, Mietwagen und Restaurantbesuche liegen deutlich über südeuropäischem Niveau. Ferienhäuser, Selbstverpflegung und die Reisezeit Juni oder September senken die Kosten spürbar.
Ringstraße: Klassiker für 8–12 Tage Mietwagenreise
Südküste: Wasserfälle, schwarze Strände, Gletscherlagune
Geothermalbäder statt Poolliege
Hochland nur mit Allrad und erst ab Ende Juni
Nordeuropa: die Alternativen zu Island
Wer es günstiger oder einfacher erreichbar möchte, findet in Skandinavien und Schottland sehr gute Coolcation-Ziele. Norwegen liefert die spektakulärste Landschaft, Schweden und Finnland sind familienfreundlich und entspannt, Dänemark und Schottland punkten mit kurzer Anreise.
Norwegen: Fjordnorwegen, Lofoten, Bergen
Schweden: Seen, Wälder, Stockholmer Schären
Finnland: Seenplatte, Lappland im Sommer
Dänemark: Nordseeküste mit Ferienhaus
Schottland: Highlands und Innere Hebriden
Was eine Coolcation kostet
Ehrlich gerechnet liegt eine Woche Island oder Norwegen spürbar über einem vergleichbaren Mittelmeerurlaub – vor allem bei Verpflegung und Mietwagen. Eine allgemeingültige Prozentzahl gibt es dafür nicht, weil Unterkunftsart und Reisezeit den Unterschied stark verändern. Sparen lässt sich über Ferienhäuser mit Küche, Reisen im Juni statt im August, frühe Mietwagenbuchung und Flughäfen mit Direktverbindungen.
Ferienhaus statt Hotel mit Halbpension
Mietwagen sehr früh buchen – im Sommer schnell ausgebucht
Nebensaison Juni und September nutzen
Supermarkt statt Restaurant für Mittagessen
Beste Reisezeit und Packliste
Juni bis Anfang September ist die Saison. Juni bringt die längsten Tage, August das stabilste Wetter, September die niedrigsten Preise. Gepackt wird nach Zwiebelprinzip: Regenjacke, Fleece, feste Schuhe und Badesachen für Thermalbäder gehören in jeden Koffer.
Für wen sich das lohnt
Für alle, die im Urlaub aktiv sind – wandern, fahren, fotografieren – und für Familien mit hitzeempfindlichen Kindern. Wer Strandtage, Poolliegen und All-inclusive sucht, bleibt besser am Mittelmeer.
Angebote zu den Zielen aus diesem Artikel
Live aus dem aktuellen Bestand unserer Partner – die Buchung erfolgt jeweils beim Anbieter.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Coolcation?
- Ein Sommerurlaub in bewusst kühleren Regionen – meist Nordeuropa, Island oder Bergregionen – als Reaktion auf die Hitze in Südeuropa.
- Ist eine Coolcation teurer als Mittelmeerurlaub?
- In der Regel ja. Island und Norwegen liegen bei Unterkunft und Verpflegung deutlich höher. Mit Ferienhaus, Selbstverpflegung und Reisezeit im Juni oder September lässt sich die Differenz aber deutlich reduzieren.
- Welches Coolcation-Ziel eignet sich für den ersten Versuch?
- Schottland und Dänemark sind wegen kurzer Anreise und moderater Preise gute Einstiegsziele. Island lohnt sich, wenn Landschaft und Roadtrip im Mittelpunkt stehen.





