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EU plant neue Regeln für Ferienwohnungen: Airbnb und Co. könnten stärker begrenzt werden

Die Europäische Union arbeitet an neuen Regeln für Kurzzeitvermietungen. Besonders in Städten und Regionen mit starkem Wohnungsmangel könnten Ferienwohnungen künftig leichter begrenzt werden. Grundlage ist ein Entwurf für den geplanten Affordable Housing Act, der am 9. September 2026 vorgestellt werden soll.

Symbolbild – mit KI erstellt (Urlaubswelten24). Zeigt keine reale Unterkunft oder konkrete Reiseleistung.

EU plant neue Regeln für Ferienwohnungen: Airbnb und Co. könnten stärker begrenzt werden
Symbolbild – mit KI erstellt (Urlaubswelten24). Zeigt keine reale Unterkunft oder konkrete Reiseleistung.

Aktualisiert am 8.9.2026 · 4 Min. Lesezeit

Tourismushochburgen besonders im Blick

In mehreren europäischen Großstädten gibt es seit Jahren Konflikte um Ferienwohnungen – Barcelona, Paris und Venedig gehören zu den Orten, die Kurzzeitvermietungen bereits stärker reguliert haben.

Die EU möchte nun einheitlichere Kriterien schaffen, anhand derer Städte und Regionen feststellen können, ob eine angespannte Wohnraumsituation vorliegt. Berücksichtigt werden könnten unter anderem das Verhältnis von Immobilienpreisen zu Einkommen, die Bevölkerungsentwicklung sowie Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt.

Wird eine starke Wohnraumbelastung festgestellt, könnten quantitative Obergrenzen für Kurzzeitvermietungen rechtlich leichter begründet werden. Der Entwurf betont allerdings, dass Maßnahmen verhältnismäßig, diskriminierungsfrei und im öffentlichen Interesse sein sollen – statt eines vollständigen Verbots könnten beispielsweise Obergrenzen oder Bestandsschutz für bestehende Ferienwohnungen eingesetzt werden.

Was bedeutet das für Urlauber?

Kurzfristig ändert sich zunächst nichts: Der Vorschlag muss noch von den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament beraten werden – es handelt sich nicht um geltendes Recht.

Sollte die Regelung später beschlossen werden und einzelne Städte davon Gebrauch machen, könnte sich das Angebot an Ferienwohnungen in stark betroffenen Urlaubszielen jedoch verändern. Weniger verfügbare Apartments könnten insbesondere in Städten Auswirkungen auf Unterkunftsauswahl und Preise haben. Gleichzeitig verfolgen viele Kommunen das Ziel, wieder mehr Wohnungen für Einwohner verfügbar zu machen.

Bereits seit Mai 2026 gelten zudem neue EU-Regeln zur Datenerfassung bei Kurzzeitvermietungen: Plattformen müssen bestimmte Informationen mit Behörden teilen, damit illegale oder nicht registrierte Angebote leichter erkannt werden können. Die Regulierung von Ferienwohnungen entwickelt sich damit zunehmend zu einem europäischen Thema.

Häufige Fragen

Werden Ferienwohnungen in Europa jetzt verboten?
Nein. Es liegt erst ein Entwurf vor, der noch beraten werden muss. Vorgesehen sind eher Obergrenzen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt als pauschale Verbote.
Betrifft das meine bereits gebuchte Ferienwohnung?
Nein. Bis ein Gesetz beschlossen und national umgesetzt ist, vergehen in der Regel Jahre. Bestehende Buchungen bleiben unberührt.
Welche Städte könnten besonders betroffen sein?
Städte mit nachgewiesener Wohnraumknappheit – Kandidaten sind Orte wie Barcelona, Paris, Venedig oder Amsterdam, die Kurzzeitvermietungen bereits heute regulieren.

Quellen