Aktualisiert am 18.8.2026 · 7 Min. Lesezeit
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Zwei Dinge, die Malta einzigartig machen
Erstens die Dichte. Auf der Hauptinsel ist zwischen Valletta und dem nächsten Strand oder dem nächsten Megalith-Tempel kaum mehr als eine halbe Stunde Fahrt. Das bedeutet: Man kann morgens in den Hafen von Marsaxlokk zum Fischverkauf gehen, mittags in den Hypogäum von Ħal Saflieni steigen und abends in Mdina auf den Sonnenuntergang warten.
Zweitens die Sprache. Englisch ist neben Maltesisch Amtssprache, Straßenschilder, Menüs und Hotelverträge sind zweisprachig. Wer kein Italienisch spricht, aber auch keine Kommunikations-Hürden mag, ist hier gut aufgehoben. Dazu kommt die britische Prägung: Linksverkehr, rote Telefonzellen, Pub-Kultur in Sliema.
316 km² Hauptinsel, Gozo und Comino dazu
Valletta: kleinste Hauptstadt der EU, unter 1 km² groß
Megalith-Tempel von Ħaġar Qim und Mnajdra: älter als Stonehenge
Linksverkehr, Englisch als Amtssprache, britisch geprägte Infrastruktur
Wo übernachten – und was die Orte tatsächlich bedeuten
Sliema und St. Julian's sind das, was bei anderen Zielen Touristenzone heißt: viele Hotels, die Promenade, Restaurants, Fähre nach Valletta. Wer möglichst ohne Mietwagen unterwegs sein will, ist hier am besten angebunden. Der Nachteil: Die Gegend ist die lauteste und teuerste der Insel.
Valletta selbst eignet sich für Kulturreisende und Kurztrips. Abends wird die Stadt fast menschenleer, weil die meisten Einheimischen außerhalb wohnen. Mellieħa im Norden ist die klassische Familienbasis: großer Sandstrand, flaches Wasser, kurze Anbindung zur Fähre nach Gozo. Gozo, die zweite Insel, ist langsamer, grüner und ländlicher; hier lohnt sich ein Aufenthalt für drei bis vier Tage. Wer Tauchen oder Klippen will, bucht besser im Westen oder Nordwesten der Hauptinsel.
Sliema/St. Julian's: Anbindung, Ausgehen, teuerste Zone
Valletta: Kultur und Architektur, abends sehr ruhig
Mellieħa: Sandstrand, familienfreundlich, Nähe zu Gozo
Gozo: Ruhe, ländliche Dörfer, Tauchreviere und Azure Window-Ersatz
Westen/Nordwesten: Golden Bay, Għajn Tuffieħa, Tauchplätze
Fortbewegung: Bus, Fähre und wann ein Mietwagen Sinn macht
Das öffentliche Busnetz ist flächendeckend und günstig. Mit der Tallinja-Karte zahlst du pro Fahrt deutlich weniger als mit Einzeltickets. Die Verbindungen von Valletta, Sliema und St. Julian's in die touristischen Gebiete sind häufig, in abgelegene Dörfer oder den Westen der Insel wird es lückenhafter.
Die Fähre von Cirkewwa im Norden nach Mġarr auf Gozo dauert etwa 25 Minuten und fährt mehrmals stündlich. Für Gozo-Tagesausflüge reicht der öffentliche Bus plus Fähre völlig aus. Wer die Westküste abseits der großen Buchten erkunden will, aber bereits in Sliema oder Valletta wohnt, ist mit einem Mietwagen flexibler.
Tallinja Card lohnt sich gegenüber Einzeltickets
Fähre Cirkewwa–Mġarr: ~25 Minuten, mehrmals stündlich
Gozo ist auch ohne Mietwagen gut erreichbar
Mietwagen lohnt sich für abgelegene Strände und Gozo-Mehrtagestouren
Beste Reisezeit und konkrete Klimavorschau
Baden ist von Ende Mai bis Mitte Oktober realistisch. Im Juni und September sind die Temperaturen angenehm, die Meerestemperatur noch warm und die Hotels günstiger. April und November sind ideal für Wandern, Städtetrips und Sightseeing, wenn das Landesinnere grün ist und andere Mittelmeerziele bereits zu kühl wirken.
Wer das Meer im Oktober will, ist auf Malta oft noch gut bedient. Der Vorteil gegenüber den Balearen oder der griechischen Ägäis: Malta liegt weiter südlich und hält die warmen Temperaturen länger. Die Hauptsaison läuft Juli und August; dann sind die bekannten Strände und Gozos Blue Lagoon gut gefüllt.
Baden: Juni bis Mitte Oktober
Wandern & Kultur: April, Mai, November
Preis-Leistungs-Hoch: Juni und September
Hochsaison: Juli und August, dann mehr Andrang
Was der Urlaub 2026 kostet
Malta liegt preislich über Albanien oder Montenegro, aber unter der Amalfiküste, Santorini oder den teureren Balearen-Regionen. Der größte Hebel ist die Unterkunft: In Sliema und St. Julian's zahlst du für Lage und Bequemlichkeit, in Mellieħa, Qawra oder auf Gozo bekommst du für das gleiche Geld mehr Platz oder bessere Ausstattung.
Für Restaurants gilt: Ein einfaches Mittagessen in einem lokalen Lokal in einem Dorf kostet deutlich weniger als ein Touristenrestaurant an der Promenade. Die Gozitaner Dörfer wie Xagħra oder Xewkija sind dafür gute Beispiele. Für Ausflüge und Tauchgänge lohnt sich der Preisvergleich, weil Anbieter an den Hotspots oft unterschiedliche Konditionen haben.
Hotels in Sliema/St. Julian's: teuerste Zone
Mellieħa und Gozo: bessere Preis-Leistung bei gleichem Standard
Lokale Restaurants außerhalb der Touristenzone sind deutlich günstiger
Tauchen: Preise je nach Spot und Anbieter vergleichen
Aktuelle Angebote für Malta
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Häufige Fragen
- Wie viele Touristen kamen 2026 nach Malta?
- Laut dem National Statistics Office Malta kamen im Juni 2026 rund 458.000 ausländische Touristen – ein Plus von 18,5 Prozent gegenüber Juni 2025. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 waren es rund 2,13 Millionen Besucher.
- Braucht man auf Malta einen Mietwagen?
- Nicht zwingend. Mit der Tallinja-Karte erreicht man per Bus die meisten Sehenswürdigkeiten; die Gozo-Fähre ist gut angebunden. Ein Mietwagen lohnt sich für abgelegene Strände im Westen, Tauch-Tagesausflüge und einen längeren Aufenthalt auf Gozo.
- Welche Sehenswürdigkeiten sollte man auf Malta nicht verpassen?
- Valletta, Mdina, die Megalith-Tempel Ħaġar Qim und Mnajdra, das Hypogäum von Ħal Saflieni, die Three Cities, Marsaxlokk und die Blaue Lagune auf Comino. Auf Gozo lohnen sich die Zitadelle von Victoria und die Dörfer im Nordosten.
- Ist Malta im Oktober noch warm?
- Ja. Luft- und Wassertemperaturen sind im Oktober meist noch angenehm für Strandurlaub, die Preise sinken gegenüber dem Hochsommer deutlich. November ist dann besser für Kultur und Wandern.





